Ende August konnten wir unseren ersten Fangjagdlehrgang in Wöllstadt durchführen. Fabian Best hatte als Lehrgangsleiter bereits alles vorbereitet als die 11 Teilnehmer am Montagmorgen eintrafen. Im ersten Teil wurden die theoretischen und rechtlichen Grundlagen vermittelt. Fabian ist es bestens gelungen dieses eher trockene Thema durch zahlreiche Beispiele aus der Praxis spannend und fesselnd zu vermitteln. Zwischendurch musste jeder zeigen das er die Theorie am Eiabzugeisen auch praktisch anwenden kann. Nach dem Mittagessen ging es in die Halle. Dort konnten wir alle gängigen Betonrohrfallen im aufgebauten Zustand ansehen, auslösen und uns über Vor- und Nachteile der einzelnen Bauweisen informieren. Überzeugt haben, was den Fang von Altfüchsen anbelangt, die Wipprohrfallen nach Dose und Kayser. Der einfachere Einbau sprach dann aber eher für die Krefelder Falle, aber auch das Spittlersystem hat seine Vorteile. Das Fazit war, es ist immer ein Kompromiss zu schließen, egal welche Falle verwendet wird. 

Neben den erlaubten Fallen waren auch historische und nicht erlaubte Fallen, wie Tellereisen, Habichtfangkorb, Conibearfallen usw. ausgestellt.

Am Ende des ersten Tages ging es dann nochmal ins Revier, hier wurden verschiedene Einbaubeispiele vor Ort gezeigt. An einem Negativ--Beispiel wurde deutlich, wie wichtig ein gutes Fundament und eine haltbare Umbauung bei Wipprohrfallen ist. 

Am zweiten Tag wurde dann eine Wipprohrfalle (Dosesystem) auf einem bereits bestehenden Fundament im Revier aufgebaut. Auch hier war alles perfekt vorbereitet, so dass innerhalb weniger Stunden eine funktionsfähige Falle im Revier stand. Nachmittags haben wir dann an der Halle noch Kastenfallen gebaut. Am Ende der zwei Tage hatten wir das Gefühl gut vorbereitet zu sein und freuen uns nun das gelernte in den Revieren umzusetzen. Wir Danken dem Jagdverein Hubertus Gießen und Umgebung e. V. herzlich für die freundliche Unterstützung